NEINSAGER?
GRATULIERE!

Neinsager? Gratuliere!

Wie Sie Ihre Angestellten schnell und effizient demotivieren

Freitagnachmittag, kurz vor 16.00 Uhr. Gleich geschafft, gleich ist Wochenende! War eine harte Woche. Umso grösser die Vorfreude! In zwei Stunden kommt mein Besuch. Noch kurz einkaufen, danach auf schnellstem Wege nach Hause!

Kennen Sie dieses Gefühl? Dann wissen Sie bestimmt, was jetzt kommt ...

„Frau Müller, könnten Sie kurz zu mir kommen? Ich hätte da noch eine dringende Kleinigkeit, die erledigt werden müsste“, tönt es aus dem Chef-Büro. Er ist bereits in Aufbruchstimmung. Trägt Hut und Jacke und hat dieses widerwärtige Lächeln im Gesicht. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich schon mal getrost vom frühen Feierabend verabschieden können. Zwischen Tür und Angel werden Sie halbherzig darüber informiert, was es jetzt noch Dringendes zu tun gibt. Natürlich wird die Kleinigkeit zum Fiasko! Alles schlecht vorbereitet, es muss nachgefragt werden. Zu dumm, dass der Kollege bereits im Wochenende ist. Also selbst ranklotzen!

19.00: endlich geschafft! Noch schnell alles per E-Mail an den Chef schicken und dann nichts wie weg.

In der Zwischenzeit musste Ihr Partner einkaufen gehen, der Besuch ist bereits seit einer Stunde zu Hause und wartet.

Nein sagen, Burnout vorbeugen

Montagmorgen, 08.00 Uhr. Der Chef ruft Frau Müller zu sich ins Büro: „Frau Müller. Könnten Sie die Mail bitte an Kunde X weiterleiten? Ich bin am Freitag leider nicht mehr dazu gekommen. Ich war mit meiner Frau noch den neusten Audi kaufen. Er steht da im Innenhof. Wie gefällt er Ihnen?“

Der klassische Faustschlag ins Gesicht! Der Chef fühlt sich fantastisch. Frau Müller hingegen könnte heulen, ausflippen, durchdrehen! Sie schluckt zweimal, damit ihn nicht die ganze Verachtung auf einen Schlag trifft.

Diese Szene wiederholt sich jeden Freitag tausendfach. Sie haben sie bestimmt schon erlebt. Dinge, die anscheinend so dringend zu erledigen sind, bleiben unangetastet auf dem Bürotisch des Chefs liegen. Tagelang, wochenlang! „Wofür?“ fragen Sie sich. Zu Recht! Dieser respektlose Umgang mit Angestellten macht mürbe. Er frustriert, kostet Kraft und ist ganz einfach nervig!

Nehmen Sie sich doch beim nächsten Mal das Recht heraus und sagen Sie: NEIN! Sagen Sie Ihrem Chef: „Es ist Freitagnachmittag, ich habe Pläne und Verpflichtungen. Ich erledige das Montagmorgen." Sie werden sehen: Am Montag ist die Dringlichkeit genauso hoch und vielleicht schon gar nicht mehr gegeben. Stehen Sie für Ihr Recht ein! Wer niemals Nein sagt, wird permanent ausgenutzt! Und es wird nie besser. Im Gegenteil!

„Nein“ sagen ist ein hervorragendes Instrument zur Burnout-Vorbeugung.

Probieren Sie es ruhig einmal aus!