Grenzen setzen
Bis hierhin und nicht weiter!

Grenzen setzen - Bis hierhin und nicht weiter!

Freundschaft - Geteiltes Leid ist halbes Leid?

Zu einer guten Freundschaft gehört es dazu wie die Butter zum Brot: sich die Sorgen des anderen anhören, mitfühlen, mitleiden! Haben Sie ja sicher schon erlebt, oder? Wie ist es Ihnen in dieser Situation ergangen? Haben Sie mitgefühlt? Haben Sie mitgelitten? Dann dürfen Sie sich eine gute Freundin, einen guten Freund nennen!

Doch bei aller Freundschaft: Irgendwann kommt das Mitfühlen und das Mitleiden an einen Punkt, der nicht mehr länger tragbar ist. Und wo man der Freundin / dem Freund auch nicht mehr helfen kann! Wann dieser Punkt erreicht ist, ist sehr unterschiedlich. Er hängt mit Ihrer Verfassung zusammen, mit Ihrer inneren Stärke und der gelebten Distanz.

Spätestens dann, wenn Sie die Sorgen der Freundin / des Freundes in Ihr eigenes Leben projizieren, ist er erreicht. Wenn Sie Ihre eigene Beziehung aufgrund der Beziehungsprobleme der Freundin / des Freundes infrage stellen, sind Sie schon mittendrin statt nur dabei.

Dann haben Sie etwas Wichtiges vergessen: sich erfolgreich abzugrenzen!

Grenzen setzen, sich schützen

Seien Sie sich dessen bewusst, dass diese Abgrenzung wichtig ist. Sie bedeutet nicht, dass Sie nicht mitfühlen sollen. Sie bedeutet auch nicht, dass Sie nicht Ihre Schulter bieten oder Tränen trocknen sollen. Aber alles in einem gesunden Masse!

Ihren Partner ins Visier zu nehmen, nur weil der Partner Ihrer besten Freundin gerade riesigen Bockmist baut, ist keine gute Idee. Und auch unfair! Der Partner wird in diesem Fall irritiert sein und Ihnen wenig Verständnis entgegenbringen. Er hat die nötige Distanz, die Ihnen in diesem Moment fehlt!

Lassen Sie sich nicht in den Sog der Sorgen anderer mitreissen. Sie sind eine eigenständige Person mit eigenen Sorgen und Werten. Das macht Sie einzigartig. Und darum werden Sie von Ihrer Freundin / Ihrem Freund auch so geschätzt! Sie können nur eine gute Freundin / ein guter Freund sein, wenn Sie bei Kräften sind.

Also: Wie schaut’s bei Ihnen aus?