Überempfindlichkeit
Wenn man einfach nicht in eine Schublade passen will

Überempfindlichkeit - Wenn man einfach in keine Schublade passen will

Menschen, die die Gesellschaft überfordern

Überempfindliche Menschen leiden unter der „Schubladisierungswut“ der Gesellschaft. Was für die Masse nicht einfach zu fassen ist, kann nicht richtig sein. Was nicht sofort verstanden wird, wirkt bedrohlich. Die Gesellschaft ist schlicht und einfach überfordert mit Menschen, die anders denken und anders spüren.

Was aber ist genau anders bei überempfindlichen Menschen? Wir sprechen hier nicht von anderen Wertvorstellungen, moralischen Massstäben oder einer Geisteshaltung, die die Ordnung der Gesellschaft bedrohen würde.

Menschen, die überempfindlich sind, haben feinere Antennen, was die Emotionen von Mitmenschen betrifft. Sie spüren deren Gemütslage besser und beobachten Reaktionen differenzierter. Sinnbildlich gesprochen: Wenn „Otto Normalverbraucher“ 100 Fernsehkanäle empfängt, empfängt ein hypersensitiver Mensch 500 Kanäle! Ein überempfindlicher Mensch hat demzufolge massiv mehr Eindrücke zu verarbeiten als der Durchschnitt. Dass hypersensitive Zeitgenossen viel stärker mit sich selbst beschäftigt sind, ist vor diesem Hintergrund mehr als logisch.

Wenn das Hirn eines durchschnittlichen Menschen 50 Nachrichten an den Posteingang (= das Bewusstsein) schickt, hat ein überempfindlicher Mensch 250 Nachrichten zu verarbeiten. Und das dauert eine Weile!

Da sich die Überempfindlichkeit nicht nur in einer feineren emotionalen Antenne manifestiert, leiden Betroffene oft auch noch an anderen Symptomen: Licht, Lärm, Gerüche, Gespräche, Musik und vieles mehr sorgen dafür, dass ein regelrechter Platzregen über das Gehirn prasselt. Diese vielen Informationen zu verarbeiten ist oft schwierig bis unmöglich.

Allein sein, seine Ruhe finden

Ohne andere Menschen zu sein hilft den meisten Betroffenen. So sind sie keinen neuen Reizen ausgesetzt und haben die Möglichkeit, einen Moment zur Ruhe zu kommen – für Überempfindliche das absolute A und O! Trotzdem ist es wichtig, die sozialen Kontakte nicht zu verlieren. Eine gute Balance zu finden ist für Betroffene oft schwierig.

Die gute Nachricht für Betroffene: Ihre Situation kann verbessert werden, ihre Belastbarkeit gesteigert. Wenn die eigene Kraft gestärkt wird, reduziert sich in der Regel die Überempfindlichkeit. Deshalb ist es keine Lösung, sich zu verstecken, sondern die eigene Kraft aufzubauen und bewusst mit Rückzug umzugehen. Wenn die Energiefelder stabilisiert sind, können die Betroffenen wieder besser mit ihren Mitmenschen und der Umwelt in Kontakt treten. Erfahren Sie mehr über meine Arbeitsweise: Energiefeld-Instandsetzung.

Schlechte Nachricht für die Gesellschaft: Die Ansprüche an Uniformität, an die Gleichheit aller wird für immer und ewig ein frommer Wunsch bleiben.

In diesem Sinne: Toleranz zeigen! Nicht alles, was man im ersten Moment nicht versteht, ist schlecht, böse oder bedrohlich!