Der, der mit dem Finger zeigt
Den kenn ich doch!

Der mit dem Finger zeigt! Den kenn ich doch!

Schuld sind immer die anderen

Sie haben ihn wahrscheinlich bereits in irgendeiner Form erlebt: den „Fingerzeiger“! Meistens ein Kopf kleiner als alle anderen. Laut, launisch, besserwisserisch! Berechnend, forsch und nicht zum Aushalten!

Man findet ihn in vielen Bereichen des Lebens. Wer Pech hat, erlebt ihn innerhalb der Familie. An der Arbeitsstelle und im Verein gibt es ihn immer. Sein Geltungsdrang ist offensichtlich. Von eigenen Unzulänglichkeiten lenkt er geschickt ab. Zu seinem Standard-Repertoire gehören Sätze wie: „Habt ihr schon gehört, dass ...“ oder „Das hat X verschuldet ...“ und „Das ist eine Holschuld. Warum sollte ich Dir das sagen ...“

Kurz und knapp: Der „Fingerzeiger“ gehört zu der Art Mensch, auf die man getrost verzichten kann, die einem das Leben aber ungemein erschweren. Seine Minderwertigkeitskomplexe lässt er gerne an anderen aus. Schuld trifft ihn nicht selbst, er schiebt sie lieber auf andere. Oft trifft man den „Fingerzeiger“ in Kaderpositionen. Er selbst hat es nie bis ganz nach oben geschafft und wird es auch niemals schaffen. Dafür fehlen ihm die nötigen Charakterzüge wie Aufrichtigkeit, Respekt und Rückgrat.

Mit Vorsicht zu geniessen

Da der „Fingerzeiger“ dazu tendiert, Leute gegeneinander auszuspielen, um dann selbst gut dazustehen, ist er mit Vorsicht zu geniessen. Er ist schlau und weiss sich geschickt zu bewegen. Menschenkenner kommen ihm aber früher oder später auf die Schliche. Spricht man ihn auf sein Tun an, so kommt das einer Kriegserklärung gleich.

Passen Sie auf, dass Sie nicht in sein Visier geraten. Er wird gnadenlos intrigieren, Sie anschwärzen und alles unternehmen, um am Schluss als Engel dazustehen. Verfügen Sie aber über genügend Fakten, können Sie ruhig eine kleine Auseinandersetzung wagen.

Kampflos sollte man dem „Fingerzeiger“ das Feld auf keinen Fall überlassen!